Gap Click by Benny Greb
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- Sehr präzises Timing-Training mit direktem Feedback zu jedem Schlag.
- Bietet abwechslungsreiche Übungen für Groove
- Dynamik und rhythmische Genauigkeit.
- Geeignet für Anfänger und Fortgeschrittene mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen.
- Das Benny-Greb-Konzept vermittelt praxisnahe Drummer-Übungen statt trockener Theorie.
- Kurze Trainingseinheiten lassen sich gut in den täglichen Übungsplan integrieren.
Nachteile
- Für die volle Nutzung ist ein akustisches oder elektronisches Schlagzeug nötig.
- Die Auswertung kann bei schlechter Mikrofonposition ungenau reagieren.
- Anfangs wirkt die Bedienung der verschiedenen Trainingsmodi etwas komplex.
- Ohne Kopfhörer oder geeignete Lautsprecher sind Metronom und Playbacks schwer hörbar.
- Wer nur einfache Metronomfunktionen sucht
- könnte den Funktionsumfang überladen finden.
Bewertung von Gap Click by Benny Greb Appxis
Wer beim Üben ständig im gleichen, vorhersehbaren Klick landet, merkt schnell, dass ein Metronom nicht nur Tempo anzeigen, sondern auch die eigene innere Zeit prüfen sollte. Genau hier setzt Gap Click an. Ich habe die App als bewusst schlanke Lösung für Musik und Audio erlebt: kein überladenes Studio, sondern ein Werkzeug, das den Puls vorgibt und den Moment dazwischen wichtiger macht. Für Schlagzeuger, Gitarristen, Bassisten und andere Musiker kann das eine überraschend wirksame Art sein, Timing zu trainieren.
Mein erster Eindruck ist deshalb zweigeteilt. Die Bedienung wirkt einfach genug, um direkt loszulegen, doch die Idee hinter einem aussetzenden Klick verlangt mehr Aufmerksamkeit als ein gewöhnlicher Metronomton. Sobald der hörbare Bezugspunkt verschwindet, kann man sich nicht mehr bequem an jeden einzelnen Schlag klammern. Das macht die Anwendung interessant für gezieltes Üben, aber weniger passend für alle, die lediglich eine unkomplizierte Tempoanzeige für den Alltag suchen.
Wie sich Gap Click heute beim Üben anfühlt
Die App stammt von Kick Snare Hat Apps, LLC und gehört in die Kategorie Musik und Audio. Im Mittelpunkt steht ein einfaches Metronom mit der Besonderheit, dass der Klick Lücken lässt. Diese Pausen sind kein Fehler, sondern der eigentliche Trainingsreiz: Ich muss den Puls innerlich weiterführen, auch wenn gerade kein Ton bestätigt, ob ich noch richtig liege.
Das verändert die Rolle des Metronoms. Bei einem normalen Klick kann ich mich von Schlag zu Schlag hangeln. Bei Gap Click muss ich stärker auf meinen Körper, meine Bewegung und die gleichmäßige Unterteilung achten. Gerade beim Schlagzeugspielen wird deutlich, wie schnell man sich unbewusst am nächsten Signal orientiert. Fällt dieses Signal aus, zeigt sich, ob das Tempo wirklich verinnerlicht wurde oder nur äußerlich kopiert wird.
Die Anwendung ist kostenpflichtig und wird für 3,09 € angeboten. Das ist für ein spezialisiertes Übungswerkzeug eine überschaubare Einstiegshürde, erhöht aber die Erwartung an eine klare, verlässliche Funktion. Wer nur gelegentlich ein Metronom braucht, findet kostenlose Alternativen, die für einfache Tempi völlig ausreichen. Der Mehrwert liegt hier nicht in einer langen Ausstattungsliste, sondern in der besonderen Übemethode.
Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,2 bei rund 263 Bewertungen und über 10K Installationen hat die App eine kleine, aber erkennbare Nutzerbasis. Das passt zu meinem Eindruck: Gap Click wirkt nicht wie ein Massenwerkzeug für jede musikalische Situation, sondern wie eine gezielte Ergänzung für Menschen, die an Timing und innerer Stabilität arbeiten möchten.
Der Kernnutzen liegt nicht im hörbaren Klick
Der wichtigste Unterschied zu üblichen Metronomen ist die bewusste Unsicherheit zwischen den Signalen. Ich kann nicht einfach darauf warten, dass der nächste Ton meine Position korrigiert. Stattdessen muss ich den Takt selbst weiterdenken. Das ist besonders nützlich, wenn ich bereits ein Pattern beherrsche und nicht mehr die Noten, sondern die Zeitgenauigkeit verbessern möchte.
Ein sinnvoller Einstieg ist, zunächst sehr langsam und mit einer einfachen Bewegung zu arbeiten. Beim Schlagzeug kann das ein gleichmäßiges Spiel auf der Hi-Hat sein, bei der Gitarre ein einzelner Akkordwechsel oder bei der Stimme eine kurze rhythmische Phrase. Wenn die Lücken sofort zu groß gewählt werden, trainiere ich eher Frust als Präzision. Besser ist es, die Schwierigkeit erst dann zu erhöhen, wenn die Bewegung auch ohne akustische Stütze locker bleibt.
Ein nicht ganz offensichtlicher Vorteil ist, dass die App dadurch auch als Kontrollwerkzeug für Übergänge taugt. Ich kann ein bekanntes Pattern spielen und beobachten, ob ich nach der Lücke noch sauber auf dem nächsten hörbaren Puls lande. Das ist etwas anderes, als nur während des Klicks korrekt zu spielen. Es prüft, ob mein innerer Takt auch bei Fills, Akkordwechseln oder kurzen Pausen stabil bleibt.
Ein realistischer Ablauf für den täglichen Einsatz
In meinem Alltag würde ich Gap Click nicht während jeder gesamten Übungseinheit laufen lassen. Dafür ist die Methode zu konzentriert. Ich würde zunächst ein Stück oder eine Technik ohne App aufwärmen, danach einige Minuten mit einem gewöhnlichen, gleichmäßigen Puls spielen und erst anschließend die Lücken einsetzen. So lässt sich unterscheiden, ob ein Fehler aus der Technik oder aus dem Timing kommt.
Bei einem Schlagzeug-Pattern könnte der Ablauf so aussehen: zuerst nur der Grundpuls, danach die vollständige Figur und zum Schluss ein Abschnitt, in dem der Klick nicht ständig zu hören ist. Wenn ich während der Lücke beschleunige, sollte ich nicht sofort schneller spielen, um mich zu retten. Sinnvoller ist es, die Bewegung zu vereinfachen, die Lautstärke zu reduzieren und den inneren Puls wieder aufzubauen.
Für Gitarristen ist eine ähnliche Methode beim Strumming hilfreich. Ich kann die Handbewegung gleichmäßig weiterführen, auch wenn nicht jeder Anschlag erklingt. Der Arm wird dadurch zu einer sichtbaren und fühlbaren Zeitachse. Bei Basslinien lässt sich prüfen, ob die Noten wirklich im Raster liegen oder nur durch den permanenten Klick korrekt wirken.
Der praktische Trick ist, die Lücke nicht als Pause zu behandeln, sondern als Teil des Taktes. Ich sollte also nicht auf den nächsten Ton warten, sondern die fehlenden Zählzeiten innerlich weiterzählen. Wer nur auf das Wiederauftauchen des Klicks reagiert, verpasst den eigentlichen Trainingseffekt.
Für wen die App besonders sinnvoll ist
Am meisten sehe ich den Nutzen bei Musikerinnen und Musikern, die bereits grundlegende Instrumentalkontrolle besitzen. Anfänger können damit ebenfalls arbeiten, sollten aber zunächst ein Gefühl für gleichmäßiges Zählen und einfache Bewegungen entwickeln. Ohne diese Grundlage ist schwer zu erkennen, ob die Lücke das Timing trainiert oder nur die Orientierung nimmt.
Für Schlagzeuger ist das Konzept besonders naheliegend, weil kleine Schwankungen im Tempo sofort körperlich spürbar werden. Auch Gitarristen und Bassisten profitieren, wenn sie ihre Anschläge nicht ausschließlich an einem durchgehenden Signal ausrichten. Sänger können die App nutzen, um Einsätze nach instrumentalen Zwischenräumen sicherer zu platzieren, sofern sie mit einem passenden rhythmischen Bezug arbeiten.
Auch Lehrkräfte könnten das Werkzeug gezielt in den Unterricht einbauen. Statt nur zu sagen, dass ein Schüler „zu schnell“ wird, lässt sich die Ursache durch kürzere oder längere Lücken hörbar machen. Das macht den Fortschritt greifbarer. Wichtig ist allerdings, die Übung zu erklären: Ohne Anleitung könnte ein Nutzer die fehlenden Klicks als unzuverlässige Wiedergabe missverstehen.
Weniger geeignet ist Gap Click für Situationen, in denen ich einfach schnell ein Tempo einstellen und zu einem Lied spielen möchte. Wenn ich ein neues Stück erst kennenlernen, eine Bandprobe begleiten oder eine komplizierte Passage langsam absichern will, ist ein durchgehender Klick oft hilfreicher. Die App ersetzt ein Standardmetronom nicht vollständig; sie ergänzt es um eine anspruchsvollere Trainingsform.
Bedienung, Einstieg und die Wirkung der aktuellen Version
Die aktuelle Version ist 1.1.1. Zusammen mit dem Veröffentlichungsdatum vom 18.02.2021 zeigt das, dass die App schon eine Weile als eigenständiges Übungswerkzeug existiert. Ich würde deshalb nicht mit einer ständig wachsenden Plattform rechnen, sondern sie nach dem beurteilen, was sie in ihrer Kernaufgabe zuverlässig leistet: einen einfachen Puls erzeugen und die hörbaren Lücken für Timing-Übungen nutzbar machen.
Für bestehende Nutzer ist diese klare Ausrichtung angenehm. Wer die App wegen ihres speziellen Ansatzes installiert hat, muss sich nicht erst durch eine große Sammlung zusätzlicher Musikfunktionen arbeiten. Das reduziert Ablenkung. Gleichzeitig bedeutet eine schlanke Oberfläche, dass ich nicht automatisch die Komfortfunktionen umfangreicher Metronome bekomme, etwa eine komplette Übungsverwaltung, umfangreiche Presets oder eine visuelle Analyse meiner Leistung.
Beim Einstieg würde ich zuerst prüfen, ob der gewählte Puls zu meiner aktuellen Bewegung passt. Ein zu schnelles Tempo macht die Lücke hektisch, ein zu langsames kann die Übung unnötig zäh machen. Danach sollte ich nicht sofort ein komplexes Stück auswählen. Ein einzelnes Pattern mit klarer Wiederholung zeigt viel schneller, ob die Anwendung für mich funktioniert.
Die Altersfreigabe „USK ab 0 Jahren“ passt zum Charakter der App. Es handelt sich um ein neutrales musikalisches Werkzeug, das sich ohne problematische Inhalte in den Übealltag integrieren lässt. Das sagt allerdings nichts darüber aus, wie leicht die Methode musikalisch zu beherrschen ist: Die Nutzung ist unkompliziert, die eigentliche Timing-Aufgabe kann durchaus fordernd sein.
Was sich gegenüber gewöhnlichen Metronomen verändert
Ein klassisches Metronom gibt mir bei jedem Puls eine akustische Rückmeldung. Das ist ideal, wenn ich ein Tempo stabilisieren, Notenwerte kennenlernen oder eine neue Passage langsam aufbauen möchte. Gap Click verschiebt den Schwerpunkt von der äußeren Kontrolle zur inneren Kontrolle. Ich erhalte weniger unmittelbare Bestätigung und muss deshalb genauer zuhören, zählen und fühlen.
Das ist ein echter Trade-off. Ein durchgehender Klick hilft mir beim Korrigieren während des Spiels. Gap Click zeigt mir eher nachträglich, ob ich die Zeit zwischen den Signalen sauber überbrückt habe. Für Präzisionsarbeit ist das wertvoll, für das erstmalige Erlernen eines komplizierten Rhythmus aber nicht immer die beste Wahl.
Im Vergleich zu einer Rhythmus-App mit visuellen Animationen oder spielerischen Aufgaben wirkt Gap Click nüchterner. Das kann ein Vorteil sein, weil ich mich auf das Instrument konzentriere. Wer Motivation durch Punkte, Lektionen oder sichtbare Fortschrittsanzeigen braucht, könnte die reduzierte Gestaltung dagegen als zu trocken empfinden.
Auch ein Audio-Track oder eine Drum-Loop-App erfüllt einen anderen Zweck. Ein Groove kann musikalischer wirken und das Spielen angenehmer machen, lässt aber häufig weniger Raum, um kleine Temposchwankungen eindeutig zu erkennen. Die Lücken im Metronom legen genau diesen Bereich frei. Ich würde deshalb nicht zwischen „besser“ und „schlechter“ entscheiden, sondern je nach Übeziel wechseln.
Die Grenzen, die beim Kauf wichtig sind
Die größte Einschränkung ist die Spezialisierung. Wenn ich ein vielseitiges Metronom mit vielen Zählmustern, Trainingsplänen und zusätzlichen Werkzeugen suche, ist eine umfangreichere Alternative wahrscheinlich passender. Gap Click überzeugt gerade dann, wenn ich die Lückenmethode bewusst einsetzen möchte. Wer diesen Ansatz nicht regelmäßig nutzt, wird den Preis möglicherweise nicht durch einen dauerhaften Mehrwert rechtfertigen.
Eine weitere mögliche Reibung liegt in der Lernkurve. Der erste Versuch kann sich schlechter anfühlen als das Spiel mit einem normalen Klick, obwohl genau darin die Aussagekraft steckt. Ich sollte die App nicht nach wenigen Sekunden beurteilen. Gleichzeitig muss ich ehrlich sein: Nicht jede Übung profitiert von dieser Art der Auslassung. Bei schwierigen neuen Griffen oder unsicheren Notenwerten kann sie zusätzliche Verwirrung erzeugen.
Für Gruppenproben würde ich sie nur gezielt verwenden. Wenn mehrere Musiker gleichzeitig spielen, kann ein aussetzender Klick die gemeinsame Orientierung erschweren, besonders wenn nicht alle dieselbe innere Zählweise haben. Für individuelles Training ist die Methode deutlich kontrollierbarer. In einer Band kann sie später interessant werden, wenn das Ensemble bereits stabil zusammenspielt und bewusst die gemeinsame Zeit testen möchte.
Auch die Erwartung an technische Weiterentwicklung sollte realistisch bleiben. Die Version 1.1.1 ist ein konkreter Stand, auf dessen Basis ich die App bewerte. Für die Zukunft wären zusätzliche Übungsoptionen oder feinere Anpassungen wünschenswert, doch ich würde solche Möglichkeiten nicht als vorhandene Eigenschaften behandeln. Entscheidend ist, ob die aktuelle Umsetzung den eigenen Trainingszweck erfüllt.
Tipps, mit denen das Training aussagekräftiger wird
Ein guter Test ist, die Hände oder Füße während der Lücke nicht bewusst „festzuhalten“. Gerade beim Schlagzeug kann man sonst unabsichtlich die Bewegung stoppen und erst beim nächsten Ton wieder einsetzen. Ich würde die Bewegung weiterlaufen lassen und den hörbaren Klick nur als Kontrollpunkt betrachten. Das macht sichtbar, ob der Körper den Puls tatsächlich trägt.
Ein zweiter hilfreicher Ansatz ist der Wechsel zwischen voller und lückenhafter Rückmeldung. Nach einem Abschnitt mit Gap Click kann ich kurz zu einem normalen Klick zurückkehren und prüfen, ob ich dort plötzlich vor oder hinter dem Puls liege. So wird die App nicht zu einer isolierten Spezialübung, sondern zu einem Werkzeug innerhalb einer größeren Routine.
Außerdem lohnt es sich, die Übung nicht nur mit lauten, markanten Schlägen zu testen. Ein sehr betonter Anschlag kann kleine Timingfehler verdecken, weil die Bewegung selbst viel Energie erzeugt. Leiseres Spiel oder eine reduzierte Begleitung zwingt mich, die Zeit genauer zu fühlen. Das ist besonders nützlich, wenn ich später dynamisch und musikalisch spielen möchte.
Ein dritter, eher unterschätzter Einsatz ist die Vorbereitung auf Stellen mit längeren musikalischen Pausen. Wenn ich nach mehreren Takten Ruhe sicher einsetzen muss, hilft mir die Erfahrung, den Puls ohne ständige akustische Hinweise weiterzuführen. Die App trainiert damit nicht nur Geschwindigkeit, sondern auch Erwartung und Orientierung innerhalb eines laufenden Taktes.
Was ich vor dem Download abwägen würde
Ich würde mir zuerst eine einfache Frage stellen: Brauche ich ein Metronom zum Begleiten oder ein Metronom zum Prüfen? Für Begleitung ist ein durchgehender Klick meist angenehmer und direkter. Zum Prüfen des eigenen Timings bietet Gap Click den interessanteren Ansatz. Diese Unterscheidung verhindert, dass ich eine Spezialfunktion kaufe und anschließend enttäuscht bin, weil sie nicht wie ein gewöhnlicher Übepuls arbeitet.
Der Preis von 3,09 € ist dabei nicht der entscheidende Punkt, sondern die Häufigkeit der Nutzung. Wenn ich mehrmals pro Woche an Timing, Groove oder stabilen Pausen arbeite, kann die App eine kleine, fokussierte Investition sein. Wenn ich nur gelegentlich ein Tempo für ein Lied brauche, reicht eine klassische kostenlose Lösung wahrscheinlich vollkommen.
Die technische Einstiegshürde ist niedrig, da die Anwendung mindestens Android 6.0 voraussetzt. Das macht sie auch für ältere kompatible Geräte interessant. Trotzdem bleibt die entscheidende Frage musikalisch: Bin ich bereit, eine Übung auszuhalten, bei der mir das Programm absichtlich weniger Sicherheit gibt? Wer diese Herausforderung annimmt, bekommt einen klaren Trainingsimpuls. Wer lieber sofort hörbare Orientierung möchte, sollte bei einem normalen Metronom bleiben.
Mein Urteil nach dem praktischen Blick auf das Konzept
Gap Click ist für mich kein Ersatz für jedes andere Metronom, sondern ein präzise ausgerichtetes Werkzeug für innere Zeit. Die einfache Gestaltung ist zugleich Stärke und Grenze. Ich kann schnell beginnen, werde nicht von unnötigen Funktionen abgelenkt und bekomme eine Übung, die mein Timing auf eine andere Weise fordert. Dafür muss ich akzeptieren, dass die App nicht jede musikalische Aufgabe bequem begleitet.
Besonders empfehlen würde ich sie Musikern, die beim Spielen regelmäßig beschleunigen, nach Pausen unsicher werden oder sich zu stark am nächsten Klick festhalten. Auch fortgeschrittene Anfänger können profitieren, wenn sie mit kleinen, kontrollierten Lücken starten. Für absolute Einsteiger, Bandproben und das reine Erarbeiten neuer Rhythmen ist ein durchgehender Puls zunächst oft die bessere Wahl.
Die Entwicklung bis zur aktuellen Version 1.1.1 lässt sich vor allem als stabiler, klar abgegrenzter Produktstand betrachten. Ich würde beim weiteren Beobachten darauf achten, ob die App ihre fokussierte Einfachheit beibehält und zugleich zusätzliche Möglichkeiten für fein abgestufte Übungen erhält. Wichtig wäre, dass neue Funktionen den Kern nicht verwässern: Die Lücke muss weiterhin ein bewusstes Trainingsmittel bleiben und nicht nur ein dekoratives Extra.
Mein abschließender Eindruck fällt positiv, aber gezielt aus. Wer ein gewöhnliches Metronom erwartet, sollte seine Erwartungen korrigieren. Wer dagegen wissen möchte, ob der eigene Puls auch ohne dauernde akustische Stütze trägt, findet hier einen ungewöhnlichen und nützlichen Ansatz. Für diesen speziellen Zweck würde ich die App einem Freund empfehlen – am besten als Ergänzung zu einem normalen Metronom und nicht als dessen vollständigen Ersatz.
FAQ
Was ist Gap Click by Benny Greb und für wen eignet sich die App?
Gap Click by Benny Greb ist ein rhythmisches Übungswerkzeug für Musiker, insbesondere für Schlagzeuger, Percussionisten und alle, die ihr Timing verbessern möchten. Die App arbeitet mit bewusst gesetzten Pausen innerhalb eines Klickmusters, sodass man den inneren Puls halten muss, auch wenn vorübergehend kein Metronomschlag zu hören ist. Sie eignet sich für Anfänger mit Geduld ebenso wie für fortgeschrittene Musiker.
Wie funktioniert das Gap-Click-Prinzip in der Praxis?
Bei einem normalen Metronom ist jeder Zählzeitpunkt hörbar. Gap Click verändert dieses Prinzip, indem bestimmte Schläge oder ganze Abschnitte ausgelassen werden. Während der hörbaren Klicks orientiert man sich am Tempo; in den Lücken muss man den Puls innerlich weiterführen und anschließend möglichst exakt wieder auf dem nächsten Klick landen. Dadurch werden Timing, Konzentration und rhythmische Stabilität gezielt trainiert.
Welche Übungen und Einstellungen bietet Gap Click by Benny Greb?
Die App ist auf flexible Timing-Übungen ausgelegt und ermöglicht typischerweise die Anpassung von Tempo, Taktgefühl und Länge der hörbaren beziehungsweise stummen Abschnitte. Je nach gewählter Einstellung kann man mit einfachen Lücken beginnen und die Schwierigkeit schrittweise erhöhen. Besonders sinnvoll ist es, zunächst langsam zu üben und erst dann anspruchsvollere Kombinationen mit längeren Pausen oder komplexeren rhythmischen Unterteilungen auszuprobieren.
Kann ich Gap Click auch ohne Schlagzeug oder Instrument sinnvoll nutzen?
Ja. Gap Click lässt sich auch zum Klatschen, Zählen, Gehen oder für einfache Körperübungen verwenden. Das macht die App praktisch, wenn gerade kein Instrument zur Verfügung steht. Trotzdem entfaltet sie ihren größten Nutzen, wenn man die rhythmischen Lücken aktiv mit einer Bewegung, einem gespielten Pattern oder einer musikalischen Phrase füllt. Kopfhörer können dabei helfen, die Klicks klar und ohne störende Umgebungsgeräusche wahrzunehmen.
Ist Gap Click by Benny Greb für Anfänger geeignet und worauf sollte ich beim Üben achten?
Anfänger können die App verwenden, sollten aber mit sehr kurzen Lücken und einem komfortablen Tempo starten. Die Übung kann anfangs ungewohnt sein, weil man sich nicht dauerhaft an einem hörbaren Klick festhalten kann. Wichtig ist, nicht hektisch zu werden oder das Tempo während der Pause zu verändern. Kurze, regelmäßige Einheiten sind effektiver als langes Üben mit zu hoher Schwierigkeit. Mit der Zeit kann man die Lücken schrittweise verlängern.







