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Vorteile

  • Schnelle Partien
  • meist in wenigen Minuten abgeschlossen.
  • Leicht verständliche Regeln
  • aber mit viel taktischer Tiefe.
  • Regelmäßige neue Karten
  • Saisons und zeitlich begrenzte Events.
  • Viele bekannte Marvel-Helden und Schurken mit individuellen Fähigkeiten.
  • Matches benötigen kaum Speicherplatz und laufen meist flüssig.

Nachteile

  • Fortschritt kann ohne Geduld durch häufige Kartenveröffentlichungen langsamer wirken.
  • Zufällige Kartenziehungen können strategisch geplante Züge zunichtemachen.
  • Einige starke Karten sind nur begrenzt oder über kostenpflichtige Angebote erhältlich.
  • Die Balance einzelner Karten und Decks ändert sich regelmäßig.
  • Für optimale Decks ist Wissen über aktuelle Meta-Strategien hilfreich.
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Bewertung von MARVEL SNAP Appxis

Wer ein Marvel-Spiel sucht, bekommt mit MARVEL SNAP keinen langen Rollenspielabend, sondern ein schnelles strategisches Kartenspiel für kurze, konzentrierte Partien. Ich habe es vor allem dann gerne geöffnet, wenn ich nur wenige Minuten hatte, aber trotzdem Entscheidungen treffen wollte, die sich nicht völlig belanglos anfühlen. Die Mischung aus bekannten Figuren, wechselnden Schauplätzen und sehr kompakten Matches macht den Einstieg leicht. Gleichzeitig steckt genug taktische Tiefe darin, dass man nicht einfach nur Karten ausspielt und auf Glück hofft.

Entwickelt wird das Spiel von Second Dinner. Es ist kostenlos erhältlich, richtet sich laut Altersfreigabe an Spieler ab 12 Jahren und läuft ab Android 7.0. Im Google-Play-Umfeld liegen die möglichen In-App-Käufe zwischen 0,99 € und 109,99 €. Diese Preisspanne ist für meine Einschätzung wichtig: Man kann ohne Kauf beginnen, sollte aber wissen, dass ein Sammelkartenspiel langfristig auch über zusätzliche Ausgaben motivieren kann.

Was bei der Entscheidung wirklich zählt

Die wichtigste Frage lautet nicht, ob man Marvel mag, sondern welche Art von Strategie man sucht. Wer ein Spiel mit kurzen Runden, überschaubaren Zügen und viel Anpassung an den Gegner möchte, findet hier einen guten Einstieg. Wer dagegen eine große Kampagne, ausführliche Geschichten oder besonders lange Gefechte erwartet, dürfte sich schnell unterfordert fühlen. Das Spiel konzentriert sich klar auf das Kartenduell und versucht nicht, nebenbei noch ein vollständiges Abenteuer zu sein.

Die Partien fühlen sich deshalb anders an als bei vielen klassischen digitalen Kartenspielen. Statt ein großes Deck über lange Zeit auszuspielen, muss ich früh einschätzen, welche Bereiche ich kontrollieren kann und wann ich meine stärksten Karten zurückhalte. Jede Runde zwingt mich zu einer kleinen Priorisierung: Spiele ich sicher, bluffe ich, oder akzeptiere ich einen Rückstand, um später an anderer Stelle zu gewinnen?

Für mich ist genau diese Begrenzung der größte Reiz. Eine Partie lässt sich gut in eine kurze Pause einbauen, ohne dass ich mich auf eine halbe Stunde festlegen muss. Gleichzeitig ist eine schnelle Runde nicht automatisch oberflächlich. Die knappe Struktur sorgt eher dafür, dass Fehlentscheidungen sofort sichtbar werden. Wenn ich eine Karte zu früh verbrauche oder einen Schauplatz falsch einschätze, kann ich das Ergebnis oft direkt nachvollziehen.

Der Einstieg ist freundlich, aber nicht völlig selbsterklärend

Neue Spieler werden nicht sofort mit einem riesigen Regelwerk erschlagen. Die grundlegenden Abläufe sind schnell verstanden: Karten haben bestimmte Werte und Fähigkeiten, werden an Schauplätzen eingesetzt und sollen am Ende die entscheidenden Positionen sichern. Schwieriger wird es bei den Wechselwirkungen. Manche Effekte verändern die Stärke, verschieben Karten oder belohnen eine bestimmte Reihenfolge. Wer nur auf den sichtbaren Zahlenwert schaut, übersieht leicht den eigentlichen Plan einer Karte.

Ich empfehle deshalb, die ersten Partien nicht ausschließlich nach Sieg oder Niederlage zu bewerten. Wichtiger ist zunächst, zu beobachten, warum eine Kombination funktioniert. Ein scheinbar schwaches Blatt kann stark werden, wenn die Fähigkeiten in der richtigen Reihenfolge zusammenspielen. Umgekehrt kann eine einzelne starke Karte wenig bringen, wenn sie am falschen Ort landet. Dieser Lernprozess ist angenehm, verlangt aber etwas Geduld.

Ein nützlicher Ansatz ist, nach jeder Niederlage nur eine Entscheidung zu hinterfragen. Habe ich zu früh gepasst? War mein Deck zu stark auf einen bestimmten Schauplatz zugeschnitten? Habe ich die Möglichkeit des Gegners unterschätzt? So lerne ich schneller, als wenn ich einfach sofort ein neues Deck zusammenstelle und dabei nicht weiß, welcher Fehler sich wiederholt.

Warum die Schauplätze mehr verändern als nur das Thema

Die Schauplätze sind für mich das Element, das die Partien von einem gewöhnlichen Zahlenvergleich abhebt. Sie schaffen Bedingungen, die den Wert einer Karte von Runde zu Runde verändern können. Dadurch reicht es nicht, ein Deck einmal zu bauen und jede Partie nach demselben Muster zu spielen. Ich muss regelmäßig umdenken und darf mich nicht zu früh auf einen einzigen Plan festlegen.

Das führt zu einem interessanten Spannungsfeld. Ein Deck mit klarer Strategie ist leichter zu bedienen und fühlt sich oft befriedigend an, wenn alles zusammenpasst. Es kann aber anfällig werden, sobald die Schauplätze die gewünschte Reihenfolge stören. Ein flexibleres Deck ist weniger spektakulär, kann dafür in ungewöhnlichen Situationen besser reagieren. Für Einsteiger ist diese Balance besonders wichtig: Zu viel Spezialisierung wirkt zunächst stark, führt aber bei ungünstigen Bedingungen schnell zu Frust.

Mein konkreter Tipp ist, beim Deckbau nicht nur die ideale Spielsituation zu planen. Ich frage mich zusätzlich, welche Karte noch sinnvoll bleibt, wenn der bevorzugte Schauplatz nicht erscheint oder ein Effekt meine ursprüngliche Reihenfolge verändert. Diese kleine Prüfung verhindert, dass das gesamte Deck an einer einzigen Traumkombination hängt.

Der eigentliche Nervenkitzel liegt im richtigen Rückzug

Ein Detail, das man beim ersten Kontakt leicht unterschätzt, ist die Bedeutung des Risikomanagements. Nicht jede Partie muss bis zum letzten Moment ausgespielt werden, wenn die eigene Position offensichtlich schlecht ist. Umgekehrt sollte ich nicht vorschnell aufgeben, nur weil eine Runde ungünstig aussieht. Die Kunst besteht darin, die verbleibenden Möglichkeiten realistisch einzuschätzen und nicht aus Ärger zu handeln.

Das macht die Entscheidung zum Rückzug fast so wichtig wie das Ausspielen einer Karte. Wenn ich merke, dass mein Plan nicht mehr aufgeht, kann ein früher Ausstieg sinnvoller sein, als eine aussichtslose Partie zu erzwingen. Wer dagegen gerne um jeden Preis bis zum Ende kämpft, wird diese Ebene vielleicht als unangenehm empfinden. Für mich gehört sie aber zu den stärksten strategischen Aspekten, weil sie den Unterschied zwischen blindem Weiterspielen und bewusster Risikoabwägung zeigt.

Wo MARVEL SNAP besonders gut funktioniert

Seine größte Stärke ist die Verbindung aus Zugänglichkeit und Entscheidungstiefe. Ich kann eine Partie beginnen, ohne erst lange Regeln zu studieren, und entdecke trotzdem nach und nach neue Zusammenhänge. Die Marvel-Figuren helfen dabei, weil viele Karten sofort vertraut wirken. Noch wichtiger ist jedoch, dass ihre Fähigkeiten nicht nur als Fanservice dienen, sondern in der Deckplanung eine konkrete Rolle bekommen.

Das Spiel passt besonders gut zu Menschen, die gerne experimentieren. Ich kann eine Liste nicht nur nach maximaler Stärke beurteilen, sondern auch nach ihrem Spielgefühl. Manche Decks belohnen geduldiges Aufbauen, andere setzen auf Überraschungen oder auf eine starke Schlussrunde. Dadurch entsteht ein persönlicher Lernweg. Ich merke, welche Entscheidungen mir liegen und welche Art von Risiko ich tatsächlich gerne eingehe.

Ein realistisches Alltagsszenario sieht bei mir so aus: Ich sitze im Zug, habe noch einige Minuten bis zum Umsteigen und starte eine Partie. Wenn die Verbindung kurz unterbrochen wird oder ich ankomme, ist das nicht dasselbe Problem wie bei einem Spiel, das eine lange Mission voraussetzt. Später kann ich wieder einsteigen und muss nicht erst eine umfangreiche Geschichte rekonstruieren. Für solche kurzen Zeitfenster ist das Format sehr praktisch.

Auch auf dem Sofa funktioniert es, wenn ich nicht die volle Aufmerksamkeit eines großen Konsolenspiels aufbringen möchte. Ich kann mich auf einige taktische Entscheidungen konzentrieren, ohne gleichzeitig eine umfangreiche Welt erkunden oder zahlreiche Nebenaufgaben verwalten zu müssen. Das ist angenehm, kann aber auch zur Schwäche werden: Wer eine starke Atmosphäre und langfristige Handlung sucht, bekommt hier deutlich weniger davon.

Deckbau ist hier kein Nebenschauplatz

Ich würde das Spiel nicht nur als Kartensammlung beschreiben. Der Deckbau beeinflusst, wie ich eine Partie lese. Ein Deck sollte nicht bloß möglichst viele starke Einzelkarten enthalten. Entscheidend ist, ob die Karten miteinander arbeiten und ob ich auch dann noch einen Plan habe, wenn die Ausgangslage nicht ideal ist. Diese Erkenntnis macht den Unterschied zwischen einem zufällig zusammengestellten Blatt und einer Liste, die sich bewusst spielt.

Ein guter Workflow besteht für mich aus drei Schritten. Zuerst wähle ich eine klare Idee, etwa eine bestimmte Art von Verstärkung oder eine Kombination von Fähigkeiten. Danach spiele ich mehrere Partien, ohne nach jeder Niederlage alles umzubauen. Erst wenn sich ein wiederkehrendes Problem zeigt, ersetze ich gezielt eine Karte. So erkenne ich, ob wirklich die Karte schuld ist oder ob ich die vorhandene Liste nur falsch eingesetzt habe.

Ein weiterer praktischer Tipp: Ich behalte nach einer erfolgreichen Partie nicht automatisch jedes Detail bei. Manchmal gewinnt ein Deck, weil die Schauplätze zufällig perfekt gepasst haben. Wenn ich eine Liste dauerhaft nutzen möchte, prüfe ich, ob sie auch ohne diese ideale Ausgangslage eine vernünftige Alternative besitzt. Das macht sie weniger spektakulär, aber im Alltag verlässlicher.

Die Marvel-Lizenz trägt den Einstieg, aber nicht jede Partie

Die bekannten Figuren machen es leichter, eine emotionale Verbindung zu den Karten aufzubauen. Ich freue mich eher über eine gelungene Kombination, wenn die beteiligten Charaktere schon aus dem Marvel-Universum vertraut sind. Trotzdem muss das Spiel auch dann funktionieren, wenn man nicht jede Figur kennt. Die taktischen Regeln tragen den Großteil des Erlebnisses; die Lizenz verstärkt den Reiz, ersetzt aber keine gute Entscheidung.

Das ist ein wichtiger Unterschied zu vielen Fan-Spielen. Wer nur eine interaktive Galerie bekannter Helden erwartet, könnte enttäuscht sein, weil die Karten vor allem Werkzeuge für die Strategie bleiben. Wer dagegen Marvel als thematische Grundlage mag und bereit ist, sich mit Synergien zu beschäftigen, bekommt eine deutlich sinnvollere Nutzung der Figuren.

Die Grenzen zeigen sich bei Langzeitmotivation und Ausgaben

Die kostenlose Installation senkt die Einstiegshürde erheblich. Ich kann erst ausprobieren, ob mir das schnelle Kartenspiel liegt, ohne sofort Geld auszugeben. Gleichzeitig sollte man die mögliche Kostenentwicklung im Blick behalten. Die vorhandenen Kaufoptionen reichen von kleinen Beträgen bis zu einer deutlich größeren Ausgabe. Das bedeutet nicht automatisch, dass man kaufen muss, aber es macht eine persönliche Grenze sinnvoll.

Ich würde vor dem Start festlegen, ob ich nur gelegentlich spiele oder langfristig möglichst viele Inhalte sammeln möchte. Für die erste Variante reicht die kostenlose Nutzung als Test sehr gut. Wer dagegen das Gefühl hat, immer die nächste Karte oder das nächste Angebot zu brauchen, sollte besonders aufmerksam bleiben. Der Reiz des Sammelns kann stärker werden als der eigentliche Spielspaß.

Auch die Bewertung von 3,4 bei rund 485.000 abgegebenen Bewertungen zeigt, dass das Erlebnis nicht für alle reibungslos ist. Ich lese daraus kein eindeutiges Urteil gegen das Spiel, sondern einen Hinweis auf unterschiedliche Erwartungen. Manche Spieler schätzen die kurzen, taktischen Partien, während andere vermutlich mehr Kontrolle über ihre Sammlung oder ein anderes Fortschrittsgefühl wünschen. Mit mehr als 10 Millionen Installationen hat das Spiel jedenfalls eine große Spielerschaft erreicht, aber Popularität allein sagt wenig darüber aus, ob es zu mir passt.

Wann eine andere Kategorie die bessere Wahl ist

Im Vergleich zu umfangreichen digitalen Sammelkartenspielen ist dieses Spiel deutlich kompakter. Das ist ein Vorteil, wenn ich schnell zu einer Entscheidung kommen möchte. Die üblichen Alternativen in diesem Bereich können besser passen, wenn ich lange Partien, größere Decks, ausführlichere Regelwerke oder eine stärker ausgebaute Einzelspielerstruktur suche. Wer gerne viele Kartenwerte analysiert und über lange Zeit an einer perfekten Liste arbeitet, könnte dort mehr Tiefe finden.

Umgekehrt sind klassische Brettspiel-Apps oft die bessere Wahl, wenn ich eine Partie mit Freunden am selben Gerät oder in einem stärker simulierten Brettspielrahmen möchte. MARVEL SNAP richtet sich stärker auf den unmittelbaren digitalen Wettkampf. Es ist weniger ein Ersatz für einen abendfüllenden Spieleabend und mehr ein konzentrierter taktischer Snack, den ich mehrfach hintereinander spielen kann.

Auch schnelle Actionspiele bieten einen anderen Reiz. Dort zählt häufig Reaktionsgeschwindigkeit, während hier Planung, Beobachtung und Timing wichtiger sind. Wer sich in hektischen Gefechten langweilt, kann mit diesem Tempo besser zurechtkommen. Wer dagegen sofortige Kontrolle und sichtbare Bewegung erwartet, empfindet die Kartenstruktur wahrscheinlich als zu indirekt.

Für Kinder unter der angegebenen Altersgrenze ist es keine passende Empfehlung. Nicht nur die Freigabe sollte dabei berücksichtigt werden, sondern auch der Umgang mit möglichen Käufen. Bei einem gemeinsam genutzten Gerät würde ich deshalb klare Regeln festlegen und die Kaufmöglichkeiten nicht dem Zufall überlassen. Für Erwachsene und Jugendliche, die strategische Kartenspiele mögen, ist die Altersfreigabe dagegen kein Hindernis.

Der Wechsel lohnt sich nicht für jeden Kartenspieler

Wer bereits ein anderes digitales Kartenspiel intensiv spielt, sollte sich fragen, was genau er sucht. Der Wechsel lohnt sich besonders, wenn mir dort die langen Runden, die komplizierte Verwaltung oder der hohe Zeitaufwand fehlen. Die kompakte Struktur bietet einen klaren Kontrast. Ich kann mich auf eine überschaubare Entscheidungskette konzentrieren und trotzdem das Gefühl haben, einen Plan gegen einen anderen auszuspielen.

Der Wechsel lohnt sich weniger, wenn ich vor allem eine riesige Sammlung, maximale Kontrolle über jedes Detail oder ein starkes Einzelspieler-Erlebnis möchte. Dann kann die reduzierte Form zunächst befreiend wirken, später aber zu knapp erscheinen. Ich sollte außerdem bereit sein, mich von der Vorstellung zu lösen, dass jede Niederlage durch eine bessere Einzelkarte gelöst wird. Häufig liegt das Problem eher in der Reihenfolge, im Risiko oder in einem zu starren Deckplan.

Die aktuelle Version ist 56.4.1. Für meine Entscheidung ist dabei weniger die Versionsnummer selbst wichtig als die Frage, ob ich ein laufendes Spiel akzeptiere, das sich weiterentwickeln kann. Wer bei digitalen Kartenspielen grundsätzlich ungern mit veränderlichen Regeln, neuen Kombinationen oder wechselnden Prioritäten umgeht, sollte diesen Punkt ernst nehmen. Wer genau solche Veränderungen spannend findet, bekommt mehr Anlass, bestehende Decks regelmäßig neu zu betrachten.

Mein Vorgehen für einen fairen Test

Ich würde nicht nach einer einzigen Partie entscheiden. Besser ist eine kleine Testphase, in der ich mehrere unterschiedliche Deckideen ausprobiere und darauf achte, ob mir der Entscheidungsprozess Spaß macht. Besonders aussagekräftig ist, ob ich nach einer Niederlage neugierig auf die Ursache bin oder nur möglichst schnell gewinnen möchte. Das Spiel belohnt die erste Haltung deutlich stärker.

Während dieses Tests würde ich außerdem keine Kaufentscheidung aus Frust treffen. Erst wenn ich verstanden habe, welche Kartenarten und Spielweisen mir gefallen, kann ich beurteilen, ob zusätzliche Ausgaben für mich überhaupt sinnvoll sind. Wer schon früh Geld investiert, ohne den eigenen Spielstil zu kennen, kauft leicht Dinge, die später nicht zum bevorzugten Deck passen.

Für den Alltag empfehle ich kurze, bewusste Sitzungen. Das Spiel eignet sich gut für Pausen, Wartezeiten und einzelne entspannte Runden. Wenn ich merke, dass ich nur noch aus Gewohnheit weiterspiele oder Niederlagen sofort durch weitere Partien erzwingen möchte, ist eine Pause sinnvoll. Gerade weil die Runden schnell beginnen, kann man sonst länger dabeibleiben als ursprünglich geplant.

Mein Urteil für unterschiedliche Spielertypen

Ich empfehle MARVEL SNAP Fans von Marvel und strategischen Kartenspielen, die kurze Partien mit echten Entscheidungen verbinden möchten. Auch Einsteiger, die sich nicht sofort durch ein umfangreiches Regelbuch arbeiten wollen, können hier einen guten Zugang finden. Die Kombination aus bekannten Figuren, variablen Schauplätzen und konzentriertem Deckbau macht das Spiel eigenständig genug, um nicht bloß wie ein Lizenzprodukt zu wirken.

Ich würde es dagegen nicht als erste Wahl für Spieler nennen, die eine große Geschichte, lange Kampagnen oder ein vollständig kostenloses Sammelerlebnis ohne jeglichen Kaufdruck suchen. Ebenso sollten Menschen, die nur durch schnelle Reaktionen motiviert werden, lieber zu einer Action-Alternative greifen. Die Stärke liegt nicht in spektakulärer Bewegung, sondern in der Frage, wann eine Karte wirklich ihren Wert entfaltet.

Unterm Strich ist MARVEL SNAP für mich ein gelungenes, aber bewusst begrenztes Strategiespiel. Es gewinnt durch kurze Partien, überraschende Schauplatzbedingungen und die Möglichkeit, aus kleinen Entscheidungen große Wendungen zu machen. Seine Schwächen liegen dort, wo Spieler mehr Umfang, mehr Kontrolle oder eine andere Form der Langzeitmotivation erwarten. Wer mit diesen Grenzen leben kann, bekommt einen kostenlosen Einstieg in ein Kartenspiel, das sich schnell öffnen lässt und trotzdem genug Raum für klügere Entscheidungen bietet.

Meine klare Empfehlung lautet daher: ausprobieren, mehrere Deckideen testen und erst danach über Käufe nachdenken. Wenn dir die Spannung gefällt, einen knappen Vorsprung richtig einzuschätzen und eine Niederlage analytisch statt frustriert zu betrachten, dürfte Second Dinners Spiel gut zu dir passen. Suchst du hingegen ein großes Marvel-Abenteuer oder ein klassisches, abendfüllendes Kartenspiel, ist eine andere Kategorie wahrscheinlich die bessere Wahl.

FAQ

Was ist MARVEL SNAP und wie funktioniert das Spielprinzip?

MARVEL SNAP ist ein schnelles digitales Sammelkartenspiel mit bekannten Marvel-Helden und Schurken. Jede Partie dauert normalerweise nur wenige Minuten. Du stellst ein Deck aus zwölf Karten zusammen und trittst an drei Schauplätzen gegen andere Spieler an. Gewonnen wird, indem du an mindestens zwei Orten mehr Stärke erreichst. Durch das sogenannte Snap kannst du den möglichen Gewinn erhöhen, aber auch mehr Ranglistenpunkte riskieren.


Ist MARVEL SNAP kostenlos spielbar oder entstehen zusätzliche Kosten?

MARVEL SNAP kann grundsätzlich kostenlos heruntergeladen und gespielt werden. Neue Karten und Fortschritte lassen sich durch regelmäßiges Spielen, Missionen und Belohnungen freischalten. Allerdings bietet das Spiel optionale In-App-Käufe an, darunter Saisonpässe, kosmetische Gegenstände und weitere Angebote. Für den normalen Einstieg ist kein Kauf notwendig, doch Spieler, die schneller vorankommen oder exklusive Inhalte möchten, können zusätzliches Geld ausgeben.


Benötigt MARVEL SNAP eine dauerhafte Internetverbindung?

Ja, für die wichtigsten Funktionen von MARVEL SNAP ist eine Internetverbindung erforderlich. Das Spiel synchronisiert deinen Fortschritt, deine Sammlung, Ranglisteninformationen und Online-Partien mit den Servern. Ohne Verbindung kannst du in der Regel keine regulären Matches starten und möglicherweise auch nicht auf bestimmte Menüs zugreifen. Eine stabile WLAN- oder mobile Datenverbindung ist deshalb empfehlenswert, besonders während Ranglistenpartien.


Ist MARVEL SNAP für Anfänger geeignet?

MARVEL SNAP ist auch für Einsteiger gut zugänglich, weil die grundlegenden Regeln schnell erklärt sind und die Partien kurz bleiben. Trotzdem besitzt das Spiel eine strategische Tiefe, die mit zunehmender Kartensammlung deutlich wächst. Neue Spieler müssen lernen, Energiekosten, Karteneffekte, Schauplätze und das richtige Timing beim Snap einzuschätzen. Die ersten Matches dienen als verständliche Einführung, während spätere Spielstufen deutlich anspruchsvoller werden können.


Welche Altersfreigabe und welche Datenschutzaspekte sollte man beachten?

MARVEL SNAP richtet sich vor allem an Fans von Marvel und an Spieler, die kompetitive Online-Kartenspiele mögen. Da es Online-Kommunikation, Käufe innerhalb der App und eine Kontoverwaltung geben kann, sollten Eltern die Altersfreigabe des jeweiligen App-Stores sowie die Datenschutzerklärung prüfen. Besonders bei Kindern empfiehlt es sich, In-App-Käufe mit einem Passwort zu schützen und die Nutzung von Online-Funktionen gemeinsam zu besprechen.


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